Hartmut Pönitz anRufen
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VORBEREITUNG AUF DEN JAKOBSWEG

DAMIT DIE TOUR NICHT ZUR TORTOUR WIRD



Vorbereitung
Optimal ist es natürlich, vorher so gut trainiert zu haben, dass tägliche 25-km-Wanderungen in leicht hügeligem Gelände mit einem max. 12 Kilogramm schweren Rucksack machbar sind. Pilgerinnen sollten weniger als 10 Kilogramm tragen. Rucksack, Schuhe und Bekleidung sind so wichtig, dass sie nicht `blind` im Internet gekauft werden, sondern nach Beratungsgespräch und Anprobe bei dem Einzelhändler Ihres Vertrauens. Schuhe und Socken sollten eingelaufen sein und müssen sich genauso bewährt haben, wie der Rucksack. Achtung! Man neigt dazu, fast immer viel zu viel mitzunehmen-es ist durchaus möglich das noch zu tragende Päckchen auf sechs bis sieben Kilogramm zu reduzieren! Das Beste daran: Man wird unterwegs wahrscheinlich nichts vermissen.

Was wirklich wichtig ist? siehe Punkt eins der Literaturhinweise. Auch wer sich für wirklich fit hält und die Auszeit etwas lässig angeht- vielleicht doch besser Reserven einkalkulieren! Eine 5-Wochen-Tour über viel harten Untergrund stellt eine andere Belastung dar, als ein 2-Wochen- Wanderurlaub
 
An- und Abreise
Das eigene Auto kann man bis Ende Juni und ab September gegen geringe Gebühr auf dem Campingplatz in St. Jean abstellen. Einfacher geht es mit der Bahn über Paris nach Bayonne/ Biarritz und weiter nach St. Jean oder mit dem Flieger nach Bilbao in Nordspanien bzw. Biarritz in Frankreich. Vom Flughafen Bilbao fährt ein Bus zum Busbahnhof, `estación de autobuses`. Von dort per Bus nach  Roncesvalles und weiter mit dem Sammeltaxi über den Berg runter nach St. Jean, auf der französischen Pyrenäenseite. Auch gehen Busse und Züge von Bilbao nach Biarritz `Bayonne. Gute Erfahrungen bei der Suche nach Billigflügen im Internet habe ich mit der Suchmaschine www.checkfelix.com gemacht.
Wem das alles zu kompliziert ist: Einfach von zu Hause losgehen!
 
Literaturhinweise
Weniger ist mehr! Nicht nur in der Fotografie. Deshalb an dieser Stelle nur das, meiner Meinung nach, Wichtigste.
Das Allersinnvollste gleich am Anfang, das `Gelbe Heft`! Herausgegeben vom Freundeskreis der Jakobuspilger Paderborn e.V., Busdorfmauer 33, 33098 Paderborn, Tel.: 05251- 1474794, Mail: jakobuspilger@paderborn.com
www.jakobusfreunde-paderborn.eu
Der Besuch dieser Internetpräsenz stellt schon fast ein MUSS dar!
 
Für ganz kleines Geld ( 5,-) bekommt man ein kommentiertes Unterkunftsverzeichnis mit sehr vielen Herbergen entlang des Wegs. Das Verzeichnis wird fortlaufend aktualisiert und mehrfach pro Jahr neu herausgegeben. Viele wichtige Zusatzinfos in ganz komprimierter Form u.a. auch Packlisten !
 
José Maria Anguita Jaén:
Jakobsweg- Ein praktischer Reiseführer für den Pilger, Everest
Viel Historie, Kunstgeschichte, praktische Infos und ein Satz Karten. Für jede Etappe eine Karte zum Mitnehmen.
 
Dietrich Höllhuber und Werner Schäfke
Der Spanische Jakobsweg, Kunstreiseführer von DuMont
Sehr viele interessante Hintergrund- Informationen. Witzig und kurzweilig geschrieben. Gute Fotos.
 
Beste Reisezeit und Dauer
Fünf Wochen sollte man sich für die 800 Kilometer mindestens gönnen, sechs wer noch weitergehen möchte zum Kap Finisterre. Allerdings wird der Jakobsweg nicht in Kilometern gemessen, sie sind lediglich Mittel zum Zweck. Den Zweck zu erreichen, wie auch immer der aussieht, kann länger dauern, muss aber nicht. Vielleicht doch von zu Hause losgehen?  

Als Reisezeit favorisiere ich das Frühjahr ab Mitte April bis Mitte Juni. Danach ist viel Landschaft bereits verbrannt, die Temperaturen deutlich höher und das Pilgeraufkommen theoretisch auch. Tatsächlich scheint es sich mittlerweile herumgesprochen zu haben, dass im Frühjahr `weniger los ist`, so dass dies nun auch nicht mehr stimmt. Definitiv muss im Frühjahr noch mit reichlich schlechtem Wetter gerechnet werden, durchaus auch mal mit Schnee. September und Oktober dagegen sind meist schöne Monate, aber das Erlebnis `Meseta in Braun` ist eben nicht `das Gleiche in Grün` von dem, was das Frühjahr zu bieten hat.  

Herbergen, Camping, Pilgerausweis und wichtige Adressen
Campingplätze: gibt es nur wenige entlang der Strecke und speziell im Frühjahr waren viele auch noch nicht geöffnet. Wohl eher in den spanischen Sommerferien. Wildzelten ist in vielen Bereichen sicher machbar. Wer Spanisch spricht, sollte Kontakt zu den Einheimischen suchen.
 
Herbergen, `Albergues de Peregrinos`,  existieren bereits zahlreich und es werden immer mehr. Trotzdem muss über die Sommermonate mit Notlagern improvisiert werden, weil der Camino dann überlaufen wird. Die meisten Pilger steigen erst in Sarria ein, da es Fußpilgern genügt die letzten 100 Kilometer anhand der Stempel in der `Credencial` zu dokumentieren, um als `compostelaverdächtig` zu gelten. Deshalb ist der Streckenabschnitt durch Galizien besonders stark frequentiert. Viele Herbergen befinden sich in gutem Zustand, die Anderen sorgen für gute Unterhaltung in den Nachberichten, gehalten im Freundeskreis bei `nem Fläschchen `vino tinto`.
Meist kostet die Bettmiete für eine Nacht zwischen sechs und zehn Euro, Privatherbergen liegen über 10 Euro. Voranmeldungen sind in Spanien nicht üblich, Hunde kommen nicht in die Herbergen. Eigentlich ist in vielen Herbergen spätestens um 22 Uhr 30 `Ruhe im Schiff`, damit man um sechs Uhr erholt starten kann, wenn die Pforte wieder geöffnet wird. Im Sommer sind wesentlich mehr junge Pilger unterwegs. Zumindest die Privatherbergen bleiben dann abends länger offen.  Die Regel besagt, der Pilger darf nur eine Nacht bleiben, solange er gesund ist und keine besonderen Umstände vorliegen. Die Realität zeigt: keine  Regel ohne Ausnahmen. Solange nicht Hochbetrieb herrscht vermieten viele Herbergen gerne ihre Betten für eine zweite oder dritte Nacht, ohne großartig nach zu fragen.  Schlafplätze bekommt nur, wer den Pilgerausweis, die `Credencial`(gleich zusammen mit dem `Gelben Heft` in Paderborn bestellen), vorweisen kann. Das Pilgerbüro in St. Jean- Pied- de- Port stellt sie aus, viele Herbergen unterwegs ebenso, aber natürlich auch die Jakobusgesellschaften, Jakobusgemeinschaften, Jakobusbruderschaften und Freundeskreise in den diversen deutschen Städten, vor allem Bischofsstädten. Im Internet findet man sie unter www.jakobus-info.de
Wie schön, bei der Gelegenheit die Top-News zu erfahren, dass es nun auch 22 Webcams an der Piste gibt. Für die kontemplative Schinderei am Bildschirm.
 
Hier weitere Bezugsadressen:
Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft
Tempelhofer Strasse 21
52068 Aachen
Tel.:0241- 4790- 127
Mail: info@deutsche-jakobus-gesellschaft.de
 
Jakobusgemeinschaft Rohrdorf
St. Jakobus Platz 3
83101 Rohrdorf
Tel.:08032- 5252
Mail: damoare@t-online.de
 
Fränkische St.- Jakobus- Gesellschaft
Friedrich- Wencker- Str. 3
97215 Uffenheim
Tel.: 09842- 7176
Mail: Ferdinand.Seehars@t-online.de
 
Details zur Ausrüstung
Im Prinzip kann man seine Habe nach den Packlisten des `Gelben Heftes` zusammenstellen.
Besonders erwähnenswert: Ohrstopfen, Hirschtalg für die Füße und Blasenpflaster einpacken! Kann man in Apotheken unterwegs nachkaufen.
Ein leichter Schlafsack ist Pflicht, eine Isomatte nur im Sommer mitnehmen. Bei Taschenlampen auf eine kleine LED- Lampe zurückgreifen.
 
Die Logistik unterwegs
Geld zieht man aus den zahlreichen Automaten für die nächsten paar Tage und zwar nur zu den Öffnungszeiten der Bank. Wenn etwas schief geht kann man sofort reklamieren. Vorsicht ist auch entlang des Caminos die `Mutter der Porzellankiste`. Schwarze Schafe gibt es immer und überall ( siehe Triacastela!) Paranoia sollte aber niemand entwickeln. Ich selbst bin permanent, mit umfangreicher Foto- und Laptopausrüstung gesichtet worden und habe alles wieder mit in die Heimat gebracht. Thema große Hunde: völlig überbewertet, auch wenn man natürlich nie ausschließen kann, dass der eine oder andere mal ein entsprechendes Abenteuer erlebt.
Sicherheit generell: sehr hoch, auch für `Damen alleine in Spanien`. Wer Solo- Nachtwanderungen in einsamen Regionen machen möchte erhöht selbstverständlich sein Opfer- Potential. Auch diese Tatsache gilt überall auf der Welt. Aber auch diese Erhöhung der Wahrscheinlichkeit ist sehr relativ.

Versorgung: es gibt genügend Brunnen, Bars, `Supermercados`, Tante-Emma-Läden (`Alimentacion`) und Apotheken entlang der Strecke. Sollten längere Streckenabschnitte ohne Versorgung kommen, sollte man dies seinen Pilgerinfos oder kleinem Pilgerführer entnehmen können und sich darauf einstellen. Das Brunnenwasser habe ich immer ohne Desinfektion getrunken, problemlos. Aktuelle Infos zu solchen Themen erfährt man sehr gut in den Herbergen unterwegs oder auf der genannten Paderborner Info-Seite.

Thema Verständigung: ein paar Brocken Spanisch sind hilfreich, aber nicht erforderlich, zumindest nicht wenn es nur darum geht sein Bett zu buchen. Seit Hape Kerkeling lernen die ausländischen `Hospitaleros`, die Herbergselter, Deutsch im Vorbeigehen- im wahrsten Sinne des Wortes. In vielen Herbergen wird auch ein bisschen Englisch verstanden. Außerdem findet man immer jemanden, der Spanisch spricht, man bleibt ja nicht lange alleine auf dem Camino.
Wer mal einen Tag ohne Rucksack gehen möchte oder muss: es gibt Taxi- Unternehmen, die die Rucksäcke von einer Herberge zur nächsten vorfahren. Die entsprechenden Telefonnummern hat jede gut sortierte Herberge.

Die Infos auf dieser Seite stellen auch eine Leseprobe meines Handbuches zum Jakobsweg dar.
Hier geht es zum Buch: Der Jakobsweg-Das Handbuch für Auszeit.
 

















Fotografie & Text: Hartmut Pönitz 
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