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DARTMOOR

FREIBEUTERS WOHLFÜHLOASE


Das Dartmoor ist seit mind. 3500 Jahren besiedelt.


Die Hafen-und Industriestadt Plymouth wurde während des 2. Weltkriegs von der deutschen Luftwaffe extrem zerbombt, aber auch ganz schnell und funktional wieder aufgebaut-auf Kosten der Optik. Wem Plymouth, dem »Gateway to Cornwall«, zu nah an der heimatlichen Realität ist, überquert einfach die berühmte Tamarbrücke und befindet sich auf dem Weg zum St. Michaels Mount und Land´s End. Oder er bleibt in Devon und zieht sich einfach zurück in die objektiv betrachtet karg-hügelige Landschaft des Dartmoors.

Weitere Wertungen fallen im Allgemeinen sehr unterschiedlich aus. Sie reichen von deprimierend, düster, bedrückend bis hin zu romantisch und lieblich. Erwischt man einen der seltenen, klaren, sonnigen Tage, womöglich im November, wenn im Moor nicht mehr viel los ist kann man gar nicht glauben, dass es das gleiche Dartmoor ist wie neulich im Nebel oder sogar im Schnee. Der höchste Gipfel hat immerhin über 600 Meter.

Manche empfinden die herbe Attraktivität auch erst mit dem dritten oder vierten Besuch. Dartmoor, das ist da wo Sherlock Holmes den Hund von Baskerville gesucht hat. Gäbe es ihn heute noch, wäre er vermutlich leicht zu finden. Der läge früher oder später überfahren am Straßenrand. Nicht ohne Grund passiert man beim Erreichen des Dartmoors Hinweisschilder mit dem Schriftzug „Take Moor care“. Realistisch betrachtet ist das Gefährlichste am ganzen Moor heutzutage der Autoverkehr. Die Straßen sind schmal, viele kurvenreich, oft nebelverhangen oder wegen der hohen Hecken sehr unübersichtlich.

Man sollte permanent mit Schafen oder auch wildlebenden Ponys auf der Fahrbahn rechnen. Etliche Flüsse entspringen im Dartmoor u.a. auch der Tamar, die Teign, der Plym und der Dart. Wer sich verirrt, muss nur flussabwärts gehen, am Ende stößt man auf eine Stadt. Im Dartmoor versinkt man nicht auf Schritt und Tritt im Sumpf, man wandert über grüne, kahle Hügel. Die Bäume wurden schon früh, im Zuge der Besiedelung gekappt. Viele Jahrhunderte bevor der Schiffsbau das Holz forderte. Was blieb war Heide mit Ginster, Farne, Flechten und vor allem Steine. Zur Orientierung können die vielen Granitformationen, die Tors, dienen. Das sind die vulkanischen Magmen, die als Pfropfen in den ursprünglich darüber lagernden Gesteinsschichten stecken geblieben sind.

Vor diversen Millionen Jahren, im Rahmen der Entstehung dieser Region. Das ehemals über und neben den Tors liegende Gestein war weicher und ist im Laufe der Zeit von Wasser und Wind wegerodiert worden. Deshalb stehen diese Felsbuckel meist so frei in der Landschaft. Selbst wenn man gar nicht so weit in die gleichförmige Landschaft hineinmarschiert, kann das Zurückkommen zum geparkten Auto eine echte Aufgabe werden, weil sich schlecht einschätzen lässt, ob man nun mehr nach links oder mehr nach rechts gehen sollte.

Deshalb werden auch geführte Touren durch das Moor angeboten, zu Fuß, zu Pferd, zu Steinkreisen und zu Gespenstern. Bei Tag und Nacht. Wer unbedingt alleine Wanderurlaub im Regen machen möchte, sollte mit Karte und Kompass klarkommen, schließlich sind die Wege nicht markiert und oftmals auch nicht wirklich erkennbar. Das Mindeste ist aber, dass man sich erkundigt, wann scharf geschossen wird. Das Moor hat nun mal die typische Landschaft für Truppenübungsplätze, gleich drei. Muss ja nicht sein, dass einem im Urlaub plötzlich etwas um bzw. zwischen die Ohren fliegt.

So abwechslungsreich die Landschaft sich darstellt, so kontrastreich sind auch die Dörfer. Widecombe-in-the-Moor wird gerne als Film-Kulisse genutzt, u.a. bei Rosamunde-Pilcher-Produktionen. Seine herausragende Kirche spielt die Rolle der Moor-Kathedrale ja auch wirklich oscarreif. Daran merkt man schon, dass an Pilcher-TV-Abenden öfter mal etwas nicht ganz stimmig ist. Die Filmchen spielen doch angeblich in Cornwall, die Kirche steht aber noch in Devon. Das Gegenstück zu Widecombe bietet Princetown mit seinem berühmt-berüchtigten Gefängnis. Der graue Kasten ist ursprünglich von Einheimischen für Soldaten der napoleonischen Armeen gebaut worden. Amerikaner darbten zur gleichen Zeit izwischen de Mauern. Die wirklich schweren Jungs dürfen heutzutage dort so nahe bei den Touristen nicht mehr wohnen, es sind eher die Mittelgewichte untergebracht.

Dieser kurze Text fungiert auch als Leseprobe von Zeit für Cornwall. Das Buch zum Vortrag!

 
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