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ITB Buch Awards 2009
Leseprobe "Der Jakobsweg"


1. Preis mit 1. Buch für Hartmut Pönitz



13.03.2009 gegen 16:30 Uhr auf der ITB in Berlin
Na, wenn das mal kein guter Start ist. Mit seinem ersten Buch hat Hartmut Pönitz gleich einen 1. Platz belegt. Und das auch noch bei der Buchpreisverleihung der Internationalen Tourismus Börse 2009, der größten Tourismus- Messe weltweit.

In der Laudatio fand nicht nur die vielfältige Fotografie ihre Würdigung. Gelobt, wurde vor allem, dass es Hartmut Pönitz gelungen ist mit seinem humorvollen Schreibstil die Pilger- Atmosphäre auf dem Camino einzufangen. In Kombination mit den Text- Specials zu ergänzenden Themen, präsentiert in einem sehr schönen Layout ein wirklich gelungenes Erstwerk. „Das Buch ist gespickt mit vielen nützlichen Infos. Der Leser merkt, dass der Autor sich mit der Thematik `Auszeit` tatsächlich auskennt. Insofern ist Der Jakobsweg von Hartmut Pönitz deutlich mehr, als ein Reisehandbuch nur zum Jakobsweg“.



Wie alles begann
Im Jahr 711 fielen die Mauren, islamische Völker aus Nordafrika, in das damalige Westgotenreich Spanien ein und eroberten dieses innerhalb weniger Jahre. Einige Westgotenherrscher konnten sich allerdings hoch im Norden, im unzugänglichen Kantabrischen Küstengebirge, verschanzen und von dort die
Christliche Reconquista starten. Die Rückeroberung Spaniens war dann erst 1492 endgültig abgeschlossen, also exakt in dem Jahr, da Christoph Kolumbus die »Neue Welt« entdeckte. Ob seine Expedition wohl stattgefunden
hätte, wenn das Großprojekt Reconquista nicht so erfolgreich verlaufen wäre?
Anfangs fühlten sich die christlichen Truppen im Kampf gegen die Mauren unterlegen, und man suchte nach einer Art Initialzündung, nach göttlicher Unterstützung – denn bekanntlich kann ein starker Glaube ja Berge
versetzen bzw. in diesem Fall Sarazenen nach Afrika zurückdrängen. Und so fügte es sich ganz wunderbar, dass man 820 in dem Waldgebiet, an dessen Stelle heute die Stadt Santiago de Compostela steht, ein römisches Mausoleum entdeckte. Es wird berichtet, dass der ...

Ein Masseur, ein Opa und mein Einstieg in Pamplona
Blieb für mich nur die Entscheidung zu fällen, ob ich zunächst sechs Wochen mit dem Auto die ganze Region erkunden und dabei vorab schon mal möglichst viele schöne und interessante Stellen fotografiere würde oder dies machen sollte, nachdem ich den Jakobsweg gegangen war. Es war klar, dass ohne intensives Autofahren eine gewisse Bildqualität nicht erreichbar sein würde. Ich entschied mich dafür, zunächst einmal mit dem Auto
»Atmosphäre zu schnuppern«, um mich dann später zu Fuß auf den Weg nach Santiago zu machen.
Doch dann passierte eine dieser typischen Geschichten, für die der Jakobsweg bekannt ist. Ich fotografiere auf der zweiten Etappe, bei Viscarret, in einen engen Waldweg hinein und denke noch, dass sich jetzt rote Jacken oder Rucksäcke gut machen würden, als Kontrast zu all dem Grün. Da höre ich auch schon Stimmen in den Büschen rechts von mir. Alex,
achtundvierzig, aus der Nähe von Köln und Richard, neunundsechzig, aus der Nähe von Hamburg. Sehr schnell kommen wir ins Gespräch, und alles dreht sich dabei um den Sinn und Unsinn von Joint Ventures, Massagen, die Renovierung von Richards Enkels Wohnung in Lindau am Bodensee und um
Hape Kerkelings Buch (Richards Kommentar im Familienkreis: Das kann Opa auch!). Diese ...

 

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